Elterncoaching allgemein
Was ist Elterncoaching?
Elterncoaching ist eine Begleitung für Eltern, die in schwierigen Situationen mit ihren Kindern ruhiger und klarer reagieren möchten. Bei mir geht es nicht um Erziehungstipps, sondern darum zu verstehen, was in deinem Kind und in dir passiert – und daraus deinen eigenen Weg zu finden.
Für wen ist Elterncoaching geeignet?
Für Mamas, die schon viel über bedürfnisorientierte Erziehung wissen, aber bei Wutanfällen, Trotzphase oder Geschwisterstreit trotzdem laut werden oder verzweifeln. Du brauchst kein „großes Problem“, um dir Unterstützung zu holen.
Was ist der Unterschied zwischen Elterncoaching, Elternberatung und Erziehungsberatung?
Eine Erziehungs- oder Elternberatung setzt meist bei einer konkreten Frage an und gibt Impulse für genau diese Situation – so wie meine Einzelberatung. Elterncoaching geht einen Schritt weiter: Über mehrere Monate schauen wir, warum du in bestimmten Momenten so reagierst, und entwickeln gemeinsam neue Wege, die zu dir und deiner Familie passen.
Was bedeutet WHY FIRST?
WHY FIRST heißt: erst verstehen, dann handeln. Statt dir das nächste Patentrezept zu geben, schauen wir gemeinsam hin: Was passiert gerade bei deinem Kind? Was passiert in dir? Und was passiert zwischen euch? Aus diesem Verstehen entsteht innere Sicherheit.
Wie arbeitest du im Coaching?
Ganzheitlich, auf acht Ebenen: kognitiv, emotional, körperbasiert, neurobiologisch, systemisch, biografisch, auf der Bindungs- und Beziehungsebene sowie auf der Handlungs- und Erfahrungsebene. So bleibt das Verstandene nicht nur im Kopf, sondern kommt in deinem Alltag an. Mehr dazu im WHY FIRST Kompass.
Passt Elterncoaching zu bedürfnisorientierter Erziehung?
Ja. Viele Mamas, die ich begleite, wollen bedürfnisorientiert erziehen – und merken, dass dabei ihre eigenen Bedürfnisse auf der Strecke bleiben. Im Coaching nehmen wir die Bedürfnisse aller in der Familie ernst, auch deine.
Muss ich schon genau wissen, woran ich arbeiten will?
Nein. Genau das klären wir gemeinsam im Kennenlerngespräch.
Ist das eine Therapie?
Nein. Coaching ist kein Ersatz für eine Psychotherapie. Wenn ich merke, dass du andere Unterstützung brauchst, sage ich dir das offen.
Wut, Schreien & Gefühle
Warum schreie ich mein Kind an, obwohl ich es besser weiß?
Dir fehlt nicht das Wissen. In Stressmomenten schaltet dein Nervensystem in den Alarmmodus und greift auf alte, vertraute Muster zurück – oft schneller, als dein Wissen abrufbar ist. Du wirst also nicht laut, weil du eine schlechte Mama bist. Mehr dazu im Artikel Ich schreie mein Kind an, obwohl ich es besser weiß.
Wie kann ich aufhören, mein Kind anzuschreien?
Nicht mit noch mehr Vorsätzen, sondern indem du verstehst, was dich auslöst: Beobachte, wann du laut wirst, lerne deine Frühwarnzeichen im Körper kennen und sei nach dem Moment freundlich mit dir. Eine ehrliche Entschuldigung bringt dich und dein Kind schneller wieder in Verbindung.
Ist es schlimm, wenn ich mein Kind anschreie?
Einzelne Ausrutscher passieren in jeder Familie. Wichtig ist, was danach kommt: eine ehrliche Entschuldigung und das Wiederherstellen der Verbindung. Wenn Schreien zum Dauerzustand wird, lohnt sich Unterstützung.
Was tun bei einem Wutanfall oder Wutausbruch beim Kind?
Erst Sicherheit, dann Worte: Bleib in der Nähe und sorge dafür, dass sich niemand verletzt. Benenne das Gefühl („Du bist richtig wütend“), halte die Grenze freundlich und sprich später in Ruhe darüber. Hinter jedem Wutausbruch steckt eine Botschaft – mehr dazu im Artikel Wutanfall beim Kind.
Sind häufige Wutanfälle bei Kindern normal?
Bei Kleinkindern gehören Wutanfälle zur Entwicklung, weil Impulskontrolle und Gefühlsregulation erst reifen. Oft stecken Müdigkeit, Hunger, zu viele Eindrücke, der Wunsch nach Selbstbestimmung oder ein Bedürfnis nach Nähe dahinter. Wenn die Wutanfälle sehr heftig sind oder dich dauerhaft überfordern, kann eine Beratung helfen, eure Situation einzuordnen.
Wie lange dauert die Trotzphase?
Die Trotzphase – heute oft Autonomiephase genannt – beginnt meist rund um den zweiten Geburtstag und wird im Kindergartenalter allmählich seltener. Jedes Kind ist dabei anders.
Was hilft bei Geschwisterstreit?
Geschwisterstreit ist normal und gehört zum Zusammenleben dazu. Hilfreich ist, nicht sofort Richterin zu spielen, sondern die Gefühle beider Kinder zu benennen, für Sicherheit zu sorgen und klare Familienregeln freundlich zu halten. Wenn ständige Machtkämpfe euren Alltag bestimmen, schauen wir in einer Einzelberatung gemeinsam auf eure Situation.
Wie bleibe ich als Mama ruhig, wenn es in mir brodelt?
Ruhe beginnt bei dir – und sie lässt sich üben: länger aus- als einatmen, die Füße auf dem Boden spüren, auf Augenhöhe gehen, langsamer und leiser sprechen und den eigenen Tank füllen. Niemand ist immer ruhig; entscheidend ist, dass du immer wieder zu dir zurückfindest. Mehr im Artikel Ruhig bleiben als Mama.
Was ist Co-Regulation?
Co-Regulation bedeutet: Kinder beruhigen sich am Nervensystem eines ruhigen Erwachsenen. Sie lernen Selbstregulation nicht allein, sondern in Beziehung – bis weit ins Schulalter und in schwierigen Momenten auch darüber hinaus. Deshalb ist deine eigene Ruhe so wichtig.
Grenzen & eigene Prägungen
Wie kann ich meinem Kind liebevoll Grenzen setzen?
Spür zuerst bei dir nach, was du brauchst. Sprich in Ich-Botschaften, erlaube die Gefühle deines Kindes und bleib in Verbindung – Grenze und Nähe dürfen nebeneinanderstehen. Mehr im Artikel Liebevoll Grenzen setzen.
Passen Grenzen und bedürfnisorientierte Erziehung zusammen?
Ja. Bedürfnisorientiert heißt nicht grenzenlos. Kinder brauchen Orientierung – und Erwachsene, die freundlich und klar vertreten, was sie wollen. Bedürfnisorientiert bedeutet, die Bedürfnisse aller in der Familie ernst zu nehmen, auch deine.
Was tun, wenn mein Kind wütend auf meine Grenze reagiert?
Die Wut darf sein. Begleite sie, ohne deine Grenze aufzugeben: „Ich sehe, dass du enttäuscht bist. Und ich bleibe bei meinem Nein.“ Dass dein Kind wütend ist, heißt nicht, dass deine Grenze falsch ist.
Warum klinge ich manchmal wie meine eigene Mutter?
Unter Stress greifen wir auf das zurück, was wir selbst als Kind erlebt haben. Das ist kein Versagen, sondern ein Hinweis auf Prägungen, die heute mitreagieren. Wer sie versteht, kann alte Muster Schritt für Schritt durchbrechen. Mehr im Artikel Wie deine eigene Kindheit deine Erziehung prägt.
Kann ich alte Erziehungsmuster wirklich verändern?
Ja. Muster, die du erkennst und verstehst, verlieren an Macht. Mit Übung und Begleitung kannst du in Stressmomenten immer öfter bewusst anders reagieren.
Brauche ich für alte Muster aus der Kindheit eine Therapie?
Nicht unbedingt. Coaching hilft, Muster zu verstehen und im Alltag anders zu handeln. Wenn belastende Kindheitserfahrungen sehr stark nachwirken, kann eine Psychotherapie die passende Unterstützung sein – das spreche ich offen an.
Was hilft gegen das schlechte Gewissen als Mama?
Selbstvorwürfe halten dich im Stress fest. Hilfreicher ist ein mitfühlender Blick auf dich: Was hat dir in diesem Moment gefehlt? Fehler gehören zu jeder Beziehung – entscheidend ist die Reparatur danach. So lernt dein Kind ganz nebenbei, dass Beziehung Fehler aushält.
Leistungen, Preise & Ablauf
Was kostet Elterncoaching bei dir?
Eine Einzelberatung kostet 119 €, die WHY FIRST Gruppe 1.599 € pro Teilnehmerin und WHY FIRST 1:1 2.899 €. Das Kennenlerngespräch ist kostenlos.
Welche Leistung passt zu mir?
Wenn du dir Austausch wünschst: die WHY FIRST Gruppe. Wenn du maximal persönlich arbeiten möchtest: WHY FIRST 1:1. Für ein einzelnes Thema: die Einzelberatung. Im Zweifel finden wir es im Kennenlerngespräch heraus.
Was ist der Unterschied zwischen WHY FIRST Gruppe und WHY FIRST 1:1?
Beide laufen über vier Monate mit 12 Live-Calls à 90–120 Minuten. In der Gruppe wächst du gemeinsam mit maximal 10 Mamas, mit Austausch in einer geschützten WhatsApp-Gruppe und zwei persönlichen 1:1-Terminen mit mir. Im 1:1 stehst du mit deiner individuellen Familiensituation ganz im Mittelpunkt – in deinem Tempo.
Wie viele Mamas sind in der Gruppe?
Maximal 10. So bleibt die Gruppe klein und geschützt, und es gibt genug Raum für deine persönlichen Fragen.
Muss ich in der Gruppe vor anderen über alles sprechen?
Nein. Du entscheidest selbst, was du teilst. Sehr Persönliches hat in deinen zwei 1:1-Coachingterminen Platz.
Was ist im Willkommenspaket?
Zu Beginn der WHY FIRST Gruppe und von WHY FIRST 1:1 bekommst du ein Willkommenspaket – unter anderem mit einem Journaling-Buch und einer Perlenschnur. Aus jeder Sitzung nimmst du eine Perle mit: als sichtbare Erinnerung an eine Erkenntnis, eine Stärke oder einen inneren Schritt.
Wie läuft die Einzelberatung ab?
Nach einem kostenlosen Kennenlerngespräch (ca. 15–20 Minuten) folgt die 60-minütige Einzelberatung online per Video mit individuellen Impulsen für deinen Familienalltag. In einem kurzen telefonischen Nachgespräch (ca. 15 Minuten) schauen wir, wie die Impulse bei dir ankommen.
Wie läuft das kostenlose Kennenlerngespräch ab?
Wir sprechen online miteinander – kostenlos und unverbindlich. Du erzählst, wo du gerade stehst und was du dir wünschst, und wir finden gemeinsam heraus, welche Form der Begleitung für dich sinnvoll ist.
Findet das Coaching online oder vor Ort statt?
Ausschließlich online per Video. Ich sitze in Augsburg und begleite Mamas in ganz Deutschland – bequem von zu Hause aus, ohne Anfahrt und Babysitter.
Ich wohne nicht in Augsburg – kann ich trotzdem teilnehmen?
Ja, natürlich. Weil das Coaching ausschließlich online stattfindet, kannst du von überall in Deutschland teilnehmen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
In der Regel nicht – Elterncoaching ist keine Kassenleistung, die Kosten trägst du selbst. Wenn du unsicher bist, frag gern direkt bei deiner Krankenkasse nach.
Noch Fragen?
Im kostenlosen Kennenlerngespräch klären wir alles, was dir noch auf dem Herzen liegt – oder du schreibst mir an sonja-elterncoaching@gmx.de.



